18. September 2013 DIE LINKE. Bielefeld

Wahlkampfveranstaltung am 17.09. in Bielefeld
Sahra begeisterte die Menschen!

Im völlig überfüllten Saal der Ravensberger Spinnerei kam bei den 800 Menschen Begeisterung bei der Rede von Sahra Wagenknecht auf. Sahra bezeichnete DIE LINKE als einzige glaubhafte Oppositionspartei. Im Wahlkampf versuchen die großen Parteien, vor allem aber die SPD, sich wieder mit sozialen Forderungen zu profilieren. „Wir erinnern daran, wer den Sozialabbau zu verantworten hat. Wer hat denn dafür gesorgt, dass Leiharbeit um sich greift, dass menschenunwürdige Werkverträge überhand nehmen, dass die solidarische Rente zerstört wird?

Nach Jahren der „Deregulierung“, die CDU, FDP, SPD und Grüne gemeinsam betrieben haben, ist eine Politikwende, die diesen Sozialabbau zurückdreht, dringend notwendig. Dafür steht die LINKE“, sagte Sahra Wagenknecht.

DIE LINKE fordert einen gesetzlichen Mindestlohn von 10,- Euro, eine solidarische Mindestrente von 1.050 Euro und die Abschaffung der Hartz 4 Gesetze, durch die die Würde des Menschen, die eigentlich im Grundgesetz geschützt ist, verletzt wird.

Der Zuwachs an Arbeitsplätzen, das sogenannte Jobwunder, führte Sahra Wagenknecht auf die Umwandlung von festen, abgesicherten Arbeitsplätzen in Minijobs und Teilzeitarbeit, in Leiharbeiter, in befristete Arbeitsverhältnisse, die allesamt zu einem riesigen Niedriglohnsektor geführt haben zurück. Das Arbeitsvolumen, die Zahl der geleisteten Stunden ist gleich geblieben, die soziale Situation der Beschäftigten hat sich allerdings erheblich verschlechtert.

Sahra forderte die Umverteilung von unten nach oben endlich umzudrehen und großen Reichtum endlich angemessen zu besteuern: „Das Geld, das  Ihnen in den letzten Jahren durch Lohn- und Sozialabbau aus den Taschen gezogen wurde, muss durch eine Millionärssteuer wieder zurückgeholt werden.“

DIE LINKE ist die einzige Partei, die keine Spenden von den Konzernen und Banken erhält. Das betonte Sahra Wagenknecht. Eine Politik für Versicherungen, Konzerne und Banken wurde stets durch Stellenangebote oder gut dotierte Vorträge honoriert. Das sei eine Form der Korruption. Negative  Beispiele sind dafür Walter Riester (Privatisierung der Rente), Wolfgang Clement (Deregulierung der Leiharbeit) und Peer Steinbrück (Bankenrettung zu Lasten der Steuerzahler), die entsprechende Angebote als "Bezahlung" für ihre Lobby-Politik angenommen haben.

„Vom organisierten Geld regiert zu werden, ist genauso schlimm, wie vom organisierten Verbrechen regiert zu werden“ zitierte Sahra Wagenknecht in diesem Zusammenhang den ehemaligen US Präsidenten Franklin D. Roosevelt.

"Wer der herrschenden Politik die Rote Karte zeigen möchte, der wähle auch ROT und ROT das ist DIE LINKE" war die Aufforderung für den 22. September zur Bundestagswahl von Sahra.

Die Rede von Sahra Wagenknecht wurde regelmäßig von begeistertem Beifall der zahlreichen ZuhörerInnen unterbrochen. Frank Schwarzer, Bundestagskandidat in Bielefeld und Inge Höger, Bundestagskandidatin in Herford und auf dem NRW Listenplatz 9, sprachen zuvor über ihre politischen Ziele im Wahlkampf. Barbara Schmidt, Fraktionsvorsitzende im Bielefelder Rat, trat für ein Ja zur Sanierung des Freibad Gadderbaums beim Bürgerentscheid am 22.09. ein.

Bei der Spendensammlung für die Volksbewegung in Griechenland konnten 667,30 EUR eingenommen werden.  Insgesamt hat  damit DIE LINKE Bielefeld 1.550,05 EUR für konkrete soziale Hilfe und Projekte der Selbstorganisationen in Griechenland gesammelt. Diese werden in Kooperation mit den griechischen GenossInnen von Syriza übergeben.

Rede auf youtube:  http://www.youtube.com/watch?v=UYWLQ3pLC4o&feature=youtu.be

Bilder:http://www.flickr.com/photos/dielinke_nrw/sets/72157635599672154/