16. September 2013 DIE LINKE im Kreis Herford

Inge Höger stellte sich den Fragen von Schülerinnen und Schülern

MdB Inge Höger auf dem Podium

MdB Inge Höger auf dem Podium

Schülerinnen und Schüler der Erich-Kästner-Gesamtschule in Bünde und des Elisabeth von der Pfalz-Berufskollegs in Herford hatten die Direktkanditat_Innen zur Podiumsdiskussion nach Bünde geladen. Motto der Veranstaltung „Bundestagswahl – was interessiert´s mich? Themenblöcke wie „Jugend, Familie, Integration“, „Bildung“, sowie „Innere Sicherheit und Datenschutz“.

Die SchülerInnen waren gut vorbereitet und informiert. Sie wußten ihre Situation und Perspektive durchaus realistisch einzuschätzen. Auch wenn FDP und CDU suggerieren wollten, jede sei des eigenen Glückes Schmied – glauben konnte das niemand!
 Inge Höger machte die Verantwortlichkeiten deutlich:“ Die Rahmenbedingungen für eine fehlende Perspektive haben die bisherigen Regierungen mit generalisiertem Sparzwang, Agenda 2010 und rigorosen Gesetzen wie Hartz IV vorgegeben.“ Hier müsse man die Ursachen für fehlende Finanzen für Ausbildung und Bildung und für völlig unzureichende Vergüten in Sozial- und Erziehungsberufen sehen. Forderungen der LINKE nach „eine Schule für alle“, Inklusion mit ausreichender Finanzierung, nach Ausbildungsumlage, nach mehr und besser qualifizierten LehreInnen und AusbilderInnen wurde mit viel Beifall quittiert.

Inge Höger begrüßte es, dass die SchülerInnen, besonders die des Berufskollegs für Erzieherinnen, Anerkennung und entsprechend würdigende Entlohnung einforderten. „Es ist schlicht eine Frechheit, wen gerade in den sozialen Bereichen immer wieder ehrenamtliche Praktika ohne jedwede Entlohnung angeboten werden! Das ist Ausnutzen! Da wird man von Hoffnung zu Hoffnung durchgereicht und hat nicht wirklich eine Chance!“ kritisierte Höger. Dabei sei genügend Geld da. Das müsse entsprechen eingesetzt und nicht für „Steueroasen, Steuergeschenke“ oder isolierte Leuchturm- und Prestige-projekte verschleudern werden. Umfairteilen sei das notwendiges Schlüsselwort, betonte Höger und wies auf die Großdemonstration am kommenden Samstag in Bochum hin.

In Sachen „Innere Sicherheit und Datenschutz“ betonten die SchülerInnen, sie seien höchst erstaunt über das Überraschtsein der politisch Verantwortlichen. Auch hier verwies Höger auf die  Rahmenbedingungen, die die Politik geschaffen habe und für die sie in die  Verantwortung zu nehmen sei.  DIE LINKE plädiert gegen das generalisierte Überwachen und damit für die Abschaffung der Geheimdienste.

Die SchülerInnen fühlten sich verstanden. Viele von ihnen können zwar bei dieser Bundestagswahl noch nicht wählen, aber ihr Interesse für die Beteiligung an Politik war weiterhin deutlich und vielleicht schon bei der anstehenden Kommunalwahl für DIE LINKE positiv fühlbar.