5. September 2013 DIE LINKE. Ruppichteroth

Kolpingfamilie lehnt Teilnahme der LINKEN an Podiumsdiskussion ab

Alexander Neu

Alexander Neu

Die christliche Kolping-Familie scheint das Grundgesetz (Meinungsfreiheit Art. 5) und den demokratischen Grundsatz nur unzureichend zu respektieren, so der LINKE Bundestagskandidat Dr. Alexander S. Neu.

Am 4. September fand auf Einladung der Kolpingfamilie eine Podiumsdiskussion in Hennef statt. Eingeladen waren die Wahlkreiskandidaten von SPD, CDU, Grüne und FDP. Die LINKE wurde mit dem Hinweis, sie sei nicht verfassungstreu, nicht eingeladen.

Die LINKE Kreissprecherin Gudrun Hamm und der Wahlkreiskandidat Alexander Neu waren dennoch anwesend und diskutierten mit Martin Grünewald, dem Vertreter der Kolping-Familie. Grünewald verweigerte mit den abenteuerlichsten Gründen die Teilnahme des LINKEn Wahlkreiskandidaten. Hierzu zählten der Vorwurf der angeblich mangelnden Verfassungstreue sowie die Kolping-Familie habe schon immer nur die vier o.g. Parteien eingeladen und wolle diese Tradition auch beibehalten. Der Vorschlag von Alexander Neu, die Zuhörer sollten doch demokratisch über die Teilnahme der LINKEn entscheiden, lehnte Martin Grünewald empört ab. Damit hat die Kolping-Familie ihr Verhältnis zur Demokratie gleich zweimal zum Besten gegeben:

  1. Den Zuhörern wird durch die Ablehnung der Teilnahme der LINKEn die Möglichkeit genommen, sich mit LINKEn Positionen vertraut zu machen -also eine de facto Zensur unterworfen.
  2. Die Zuhörer durften auch nicht selbst per Abstimmung entscheiden, ob sie die Positionen der LINKEn hören wollen.

Leider solidarisierten sich die übrigen Kandidaten nur sehr halbherzig. Bedeutet doch die Nichtteilnahme der LINKEn, man bleibt unter sich. Die langweilige Einheitssoße bleibt gewahrt - umfassende Alternativen zu diesen Parteien sollen auf diese Weise unsichtbar gemacht werden. So funktioniert Scheindemokratie.