Krieg auf dem Lehrplan

Die „olivgrüne“ Schulministerin Löhrmann lässt weiter „fürs Sterben werben“

Darf die Bundeswehr in Schulen fürs Sterben werben? Ja, findet die grüne NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann und hält am Kooperationsabkommen mit der Bundeswehr fest. Ein schwerer politischer Fehler.

Geschlossen hatte das Abkommen noch die schwarz-gelbe Landesregierung. Danach sollen Schulen die Bundeswehr ins Klassenzimmer holen. Abrücken will auch die olivgrüne Ministerin Löhrmann davon nicht. Ihr reicht Kosmetik: Neben der Armee sollen Friedensorganisationen informieren.

Problem: Die Zusammenschlüsse haben nicht Mittel und Personal wie die aus dem Steuersäckel finanzierte Propaganda-Abteilung des Militärs. Nach der grünen Schönheitskur bleibt in den Schulen alles beim Alten, gelernt wird die Bundeswehr-Strategie: Kriegseinsätze sind gut, richtig und vor allem human. Friedliche Konfliktlösungsstrategien fallen weiter unter den Tisch – zahlreiche tote Zivilisten und Soldaten bei den Militäreinsätzen ebenso. Und die Steuergroschen der Militärs reichen auch noch für Auftritte als „attraktiver Arbeitsgeber“ bei Ausbildungsbörsen.

Krieg und Sterben sind aber kein normaler Beruf. Deshalb „Kein Werben fürs Sterben“ – Weg mit dem Kooperationsabkommen.